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Polizeiliche Kriminalstatistik: Mehr schwere Ladendiebstähle

27. April 2017

Mit Blick auf die steigende Zahl von Ladendiebstählen, bei denen die Täter Waffen mit sich führen, bandenmäßig agieren oder gewerbsmäßig vorgehen, fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) konsequenteres Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden.

„Eigentumsdelikte dürfen nicht als Bagatellen betrachtet werden. Staatsanwaltschaften und Gerichte sollten bei Ladendiebstählen auf die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung nur in Ausnahmefällen zurückgreifen und Taten stattdessen konsequent strafrechtlich sanktionieren“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Vielerorts seien dazu sicher auch personelle Aufstockungen bei der Polizei gefordert.

Die am vergangenen Montag veröffentlichten Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2016 zeigen, dass die Einzelhändler mit immer schwerwiegenderen Formen des Ladendiebstahls konfrontiert sind. Demnach ist die Zahl der schwerwiegenden Diebstähle, zwischen 2013 und 2016 kontinuierlich um insgesamt fast 30 Prozent angestiegen.

Die Zahlen machen außerdem deutlich, dass sich auch die Zahl der polizeilich erfassten einfachen Ladendiebstähle weiterhin auf hohem Niveau bewegt. Zusätzlich rechnet der HDE mit einer hohen Dunkelziffer: „Der durch Ladendiebstähle verursachte wirtschaftliche Schaden beträgt jährlich über zwei Milliarden Euro. Trotz bester Präventionsarbeit der Einzelhandelsunternehmen steigen die Zahlen seit einigen Jahren spürbar an“, so Genth weiter. So ist die Zahl der angezeigten Ladendiebstähle seit 2013 um über fünf Prozent angestiegen. Insbesondere die schweren Delikte seien außerdem für Unternehmer und Mitarbeiter auch psychisch eine ernsthafte Belastung.

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