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HDE fordert konsequenteres Vorgehen gegen Ladendiebstahl

31. Mai 2017

In einem Brief an die Bundestagsfraktionen von CDU, CSU und SPD fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) mit Blick auf die aktuellen Verschärfungspläne für Strafen bei Wohnungseinbrüchen auch eine konsequentere Verfolgung von schweren Ladendiebstählen.

„Die Politik darf den Fokus nicht einseitig auf Einbrüche in private Wohnräume richten. Wir brauchen eine Verschärfung des Strafrahmens für alle schweren Diebstahlsdelikte - auch den Ladendiebstahl“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der Staat müsse ein deutliches Signal zur Durchsetzung geltenden Rechts und zum Schutz des Eigentums setzen.

Mit der aktuellen Situation zeigt sich Genth unzufrieden: „Selbst bei schweren Ladendiebstählen unterbleibt häufig die ernsthafte Strafverfolgung. Wenn es denn zum Strafverfahren kommt, werden diese regelmäßig eingestellt. Das führt zu erheblicher Frustration bei den Händlern.“ Der Gesetzgeber müsse deshalb dringend nachbessern und den Strafrahmen für Ladendiebstahl erweitern. Die Gesetzeslage müsse an die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die verschlechterte Sicherheitslage angepasst werden, um die Spielräume der Justiz für Verfahrenseinstellungen deutlich zu verringern. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass die Zahl der schweren Ladendiebstähle seit 2013 um fast 30 Prozent gestiegen ist. Insgesamt liegt der Schaden durch Ladendiebstähle im Einzelhandel in Deutschland derzeit bei zwei Milliarden Euro im Jahr. Um sich zu schützen, investieren die Unternehmen jährlich rund 1,2 Milliarden Euro beispielsweise in Alarmsysteme, Videoüberwachung oder Ladendetektive.

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