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Einzelhandel setzt auf Weiterbildung

21. Juli 2017

Immer mehr Einzelhändler setzen auf die Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Das zeigen die heute für das Jahr 2015 vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) macht sich für den Erhalt dieses effektiven Weiterbildungssystems stark und sieht Forderungen nach Chancenkonten oder einem Rechtsanspruch auf Weiterbildung kritisch.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass im Einzelhandel im Vergleich mit der Gesamtwirtschaft überdurchschnittlich viele Unternehmen Weiterbildungsmaßnahmen für die Beschäftigten durchführen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. So stieg im Einzelhandel laut Statistischem Bundesamt 2015 die Zahl der Unternehmen, die auf Weiterbildungsmaßnahmen setzten, um zwölf Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Insgesamt nutzten damit 79,8 Prozent der Einzelhändler Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter. In der Gesamtwirtschaft sind es 77 Prozent.

„Für mehr als drei Viertel der Unternehmen ist Weiterbildung ein wichtiger Teil der Personalarbeit. In den letzten Jahren setzen immer mehr Betriebe auf eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Beschäftigten. Diese positive Entwicklung und das funktionierende System sollte die Politik nicht aufs Spiel setzen“, so Genth weiter. Weiterbildung müsse zielgerichtet und am unternehmerischen Bedarf orientiert erfolgen. Deshalb seien die aktuell im Raum stehenden politischen Bundestagswahlforderungen nach Chancenkonten oder einem Recht auf Weiterbildung nicht zielführend. Genth: „Das Gießkannenprinzip funktioniert in der Weiterbildung nicht und ist für die Wirtschaft nicht erfolgversprechend.“ Die Unternehmen müssten eng in die Planung von Weiterbildungen einbezogen werden.

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