Klimaschutz: Faire Lastenverteilung gesucht

Der Handel in Deutschland erfüllt seinen vereinbarten Beitrag zum Klimaschutz bereits heute. So trägt die Branche durch die Einsparung von rund 48 Prozent der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 wesentlich zum Erreichen der nationalen Klimaziele bis 2020 bei.

„Der Einzelhandel in Deutschland übertrifft bereits heute das Einsparziel von 40 Prozent“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Bundesregierung will nun mit dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) und der Klimareserve dafür sorgen, dass auch die anderen Wirtschaftsbereiche ihre Einsparziele erreichen.

„Der Klimaschutz ist ein wichtiges und unverzichtbares Ziel. Dass jetzt aber der Handel für andere Branchen die Kosten übernehmen soll, kann nicht das Ziel sein“, so Genth weiter. Für KWK-G und Klimareserve werde der Einzelhandel in Deutschland mit zusätzlich 150 Millionen Euro belastet. Es sei unverständlich, dass die Branchen, die bereits Ihre Hausaufgaben erfüllt hätten, zusätzlich zur Kasse gebeten würden. Dabei könnten die Händler das Geld sinnvoller in neue eigene Klimaschutzprojekte investieren. Genth betonte, Ziel des Ausbaus erneuerbarer Energien müsse der Klimaschutz sein und nicht die Industrieförderung. Nur so sei die Einsparung von CO2 auch erreichbar.

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