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Demografie: HDE fordert flexible Arbeitszeitmodelle für den Mittelstand

22. Februar 2012

"Zur Bewältigung des demographischen Wandels in der Arbeitswelt brauchen wir vor allem mittelstandstaugliche Modelle", kommentiert HDE-Tarifexperte Heribert Jöris den Fortschrittsbericht "Altersgerechte Arbeitswelt", den Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgelegt hat. Angesichts des Fachkräftemangels solle der Schwerpunkt nicht auf neuen Finanzierungsmodellen für die Frühverrentung liegen. Im Vordergrund müsse stehen, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und sie dadurch möglichst lange im Arbeitsmarkt zu halten.

Zeitguthaben seien sinnvoll für einen schrittweisen Übergang in den Ruhestand. Ältere Mitarbeiter, die nur noch Teilzeit arbeiten wollen, könnten so Verdienstausfälle ausgleichen." Das Sparen für die Frührente hilft dem Arbeitsmarkt nicht weiter. Wir wollen Mitarbeiter motivieren, später in Rente zu gehen", so Jöris.

Wichtig sei es, auch mittelstandstaugliche flexible Arbeitszeitmodelle mit Langzeitkonten zu entwickeln. Die bisherigen gesetzlichen Regelungen stellten für die Mittelständler nahezu unüberwindliche Hindernisse dar und seien nur für Großunternehmen geeignet, weil sie mit hohem administrativem Aufwand verbunden sind und zusätzliche Kosten für die Insolvenzsicherung verursachen. Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland seien jedoch in mittelständischen Unternehmen tätig. Auch wenn die Tarifpartner sich auf Langzeitkonten verständigen, seien gesetzliche Änderungen insbesondere im Bereich der Insolvenzsicherung erforderlich.
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