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Unklarheiten bei Sicherheitsregelungen für Online-Zahlungen

Die Vorgaben über Mindestanforderungen an die Sicherheit von Internetzahlungen sorgen weiterhin für Unklarheiten im Markt. „Sowohl die Zahlungsdienste-Anbieter als auch der Handel sind nach wie vor unsicher, wie das Bezahlen im E-Commerce ab Herbst dieses Jahres geregelt sein wird“, so HDE-Zahlungsexperte Ulrich Binnebößel.

Grund für die Unsicherheit sind Vorgaben der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA, die in der vergangenen Woche von der Deutschen Bankenaufsicht BaFin ab November für verbindlich erklärt wurden. Die Vorgaben regeln unter anderem die sogenannte „starke Authentifizierung“ von Zahlungen im Internet. Demnach müssen zwei voneinander unabhängige Merkmale des Zahlers auf zwei verschiedenen Kanälen geprüft werden, also beispielsweise neben der PIN-Abfrage auch eine TAN-Übermittlung auf das Smartphone. „Derartige Zahlungen sind im E-Commerce bisher absolut unüblich und unpraktikabel. Wir wissen daher bis heute nicht, welche Auswirkungen diese Anforderungen auf den Online-Verkauf haben“, so Binnebößel weiter.

Binnebößel mahnte daher Klarstellungen zum Umgang mit den Anforderungen an. Es müsse beispielsweise Klarheit über die weitere Verwendung des beliebten Lastschriftverfahrens im Internet geben: „Wir gehen davon aus, dass das in Deutschland übliche Verfahren weiterhin Bestand hat. Jetzt sind aber zeitnah Klarstellungen der zuständigen Stellen gefragt, um im Detail für endgültige Rechtssicherheit zu sorgen.“ Auch die Auslegung verschiedener aus dem Englischen übersetzter Formulierungen sei in der Praxis unklar und sollte konkretisiert werden. Generell lehnt der HDE die

Umsetzung der europäischen Vorgaben zu diesem Zeitpunkt ab und setzt sich zunächst für eine umfangreiche Folgenabschätzung ein bevor weitere Maßnahmen getroffen werden. Auch mit den heute gültigen Verfahren seien die Verbraucher beim Zahlungsvorgang bereits gut geschützt.

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