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Kein Schluss mit Ladenschluss? - Kommentar von Willy Fischel, Geschäftsführer BVT

„Verdi kämpft um den Sonntag“ und treibt Millionen Kunden ins Internet. So oder ähnlich lauten aktuelle Schlagzeilen aus der Tagespresse.

Kein Geheimnis: Die meisten Händler wünschen sich im verkaufsstarken Jahresendspurt viele verkaufsfreie Sonntage, um die Attraktivität und Magnetwirkung der Innenstädte zu unterstützen. Doch da hat der stationäre Handel die Rechnung ohne Verdi gemacht. Die gehen verstärkt auf die Barrikaden und machen Stimmung gegen jeden Weihnachtszauber. Da wird gerne das öffentliche Interesse für eine Sonderöffnung von den Kommunen in Frage gestellt. In NRW sollen die vier verkaufsoffenen Sonntage im Jahr weiter eingeschränkt werden, obwohl verfassungsrechtlich zehn Tage zulässig sind.

Toll, toll, toll!! Die Werbung ist geschaltet, alle Vorbereitungen für den erhofften Kundenansturm sind getroffen und es war wieder einmal alles für die Katz. Ein Händler: “Erstens könnten die Innenstädte auf diese Art und Weise wieder aktiviert werden und auch bei anderen Gelegenheiten zur Belebung der zurzeit oft öden Innenstädte in kleinen und mittleren Orten beitragen. Und zweitens könnte es sein, dass die Kunden in der Zeit, in der sie in den Innenstädten einkaufen, nicht zuhause am Computer sitzen und im Internet bei den großen Anbietern, allen voran Amazon und Zalando, ihr Geld ausgeben. Geld, das dringend vom Einzelhandel vor Ort gebraucht würde, um die Rentabilität der Geschäfte in der Innenstadt zu stärken.

Alle Beteiligten sind jetzt gefordert, ein Ausbluten der Innenstädte zu vermeiden, Arbeitsplätze der Verkäufer zu sichern und dem Endverbraucher die Entscheidung zu überlassen, wann er wo einkaufen will, wenn er denn kann.

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