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Klagen gegen Lang-LKW: Unbegründete Befürchtungen

Kritisch bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) die heute vorgestellten Klagen von Interessengruppen gegen die Regelzulassung von Lang-Lkw im Straßenverkehr.

„Der Lang-Lkw schont die Umwelt und die Straßen. Die Ängste sind irrational und unbegründet“, so der HDE-Bereichsleiter für Verkehrspolitik, Michael Reink. Der Abschlussbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zum Feldversuch mit Lang-Lkw hatte ergeben, dass deren Einsatz fast durchweg positive Wirkungen hat. Demnach ergeben sich Effizienzgewinne und Kraftstoffersparnisse zwischen 15 und 25 Prozent beim Ersatz von drei Fahrten mit konventionellen Lkw durch nur zwei Lang-Lkw-Fahrten. Damit werden weniger Lkw-Kilometer gefahren und Klimagase sowie Luftschadstoffe reduziert. Und auch die Befürchtungen einer Verlagerung des Bahnverkehrs auf die Straße durch den effizienten Lang-Lkw sind unbegründet. So haben die Prognosen der BASt für die Verkehrsverhältnisse im Jahr 2030 ergeben, dass der Anteil der Lang-Lkw auf 99 Prozent der Autobahnen unter einem Prozent liegen wird. „Der Lang-Lkw ist damit auf sehr lange Sicht eine absolute Ausnahme und keinesfalls die Regel auf Autobahnen. Auf Bundesstraßen wird er ohnehin nur im Zulauf zu Lagern, in Städten dagegen nie zu sehen sein“, so Reink weiter.

Gleichzeitig macht der Handelsverband deutlich, dass es derzeit an der Attraktivität des Schienengüterverkehrs fehlt. „Wir erleben einen Rückbau der Schieneninfrastruktur, die Vernachlässigung des Schienengüterverkehrs und qualitativ schlechte Transportleistungen“, so Reink. Es liege an der Bahn, geeignete Angebote zu schaffen, die den Anforderungen der Wirtschaft genügen und die sich im Wettbewerb mit den Verkehrsträgern behaupten können. Reink: „Insgesamt muss in der Logistik die Mischung stimmen. Der Einzelhandel kann sich nicht nur auf ein Transportmittel verlassen. Gerade beim Transport mit der Bahn ist meistens vorher und nachher eine Anlieferung per LKW unvermeidbar.“

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