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Runder Tisch: Handel reduziert Verpackungen für Obst und Gemüse

Beim heutigen Runden Tisch zur Verpackungsvermeidung sicherten die Vertreter des Handels der Bundesumweltministerin ihre Unterstützung zu.

Die Reduzierung von Verpackungen sei ein zentrales umweltpolitisches Ziel der Branche. Allerdings dürfe das Einsparen von Verpackungen bestehenden Hygienevorschriften nicht zuwiderlaufen oder zu mehr Lebensmittelabfällen führen.

„Im Obst- und Gemüsebereich wird die Zahl der leichten Einweg-Kunststofftüten in diesem Jahr reduziert“, so Kai Falk, Geschäftsführer Nachhaltigkeit beim HDE. Das Angebot von unverpacktem Obst und Gemüse wird ausgebaut. Viele Händler führen Mehrwegnetze ein. Einige Betriebe testen Mehrwegbehälter an den Frischetheken für Käse und Fleisch. Etiketten werden bei manchen Obst- und Gemüsesorten durch Laserkennzeichnungen ersetzt. Einwegplastikartikel, für die ökologisch sinnvolle Alternativen bestehen, werden vielfach ausgelistet. Darüber hinaus wird die Branche bei Verpackungen ihrer Eigenmarken den Materialeinsatz reduzieren und die Recyclingfähigkeit verbessern. Der Einsatz von recyceltem Kunststoff soll gesteigert werden.

Dennoch stößt gerade der Lebensmittelhandel bei der Einsparung von Kunststoffverpackungen an Grenzen: „Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen hat höchste Priorität, dafür sind Verpackungen oft unverzichtbar“, so Falk. Der Einsatz von recyceltem Material bei Lebensmittelverpackungen wird durch hygienerechtliche Vorgaben behindert. Hier muss die Politik die Vorgaben anpassen. Neue gesetzliche Regelungen für mehr Recycling hält der HDE für überflüssig. „Seit 1. Januar gibt es das neue Verpackungsgesetz, das höhere Recyclingquoten vorsieht und recyclingfreundliche Verpackungen fördert. Zunächst sollte abgewartet werden, welche Ergebnisse das Gesetz bringt“, so Falk.

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