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Maß halten!

Die Überlegungen der Bierbranche, das Pfand für Kästen und Flaschen anzuheben, fielen noch zur rechten Zeit ins politische Sommerloch.Gleich war von einem umweltpolitischen Desaster die Rede, dabei geht es den Privatbrauereien um ein rein wirtschaftliches Problem. Der Bierkunde vergisst das billige Leergut immer häufiger im Keller und bringt damit insbesondere kleine Betriebe in Bedrängnis. Die Bequemlichkeit der Bierfreunde geht ins Geld und kann – in der Hochsaison – schon mal zu Versorgungsengpässen führen. Der Ruf nach einem höheren Pfand ist also zunächst nachvollziehbar, zumal das gesetzlich festgelegte Einwegpfand die Mehrwegflasche preisoptisch entwertet hat. Doch Vorsicht! Eine maßlose Erhöhung auf bis zu sechs Euro pro Kasten, wie sie einzelne Brauereien fordern, könnte schnell nach hinten losgehen. Nur bei der Milch sind deutsche Kunden wohl noch preissensibler als beim Bier, das seit Jahren immer wieder mit rückläufigen Absätzen zu kämpfen hat. Hier schaut der Verbraucher auf jeden Cent. Daher ist es richtig, wenn der Handel hart verhandelt. Denn wenn künftig mehr Einzelflaschen statt Kästen aus dem Supermarkt getragen werden, könnten die Probleme für alle Parteien noch größer werden.

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