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Grüner Knopf gefährdet Erfolg des Textilbündnisses

Die Einführung des heute von Bundesentwicklungshilfeminister Müller vorgestellten Textilsiegels Grüner Knopf bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisch. Die Einführung eines staatlichen Siegels für besonders nachhaltige Lieferketten im Textilhandel geht in die falsche Richtung, vor allem weil der Grüne Knopf die Anstrengungen der Unternehmen im Textilbündnis nicht honoriert. Statt also eine breite und starke Koalition zu unterstützen und aufzuwerten schwächt er diese.

„Im Ziel sind wir uns mit dem Entwicklungshilfeminister einig. Die Arbeitsbedingungen in Bangladesch und anderen Herstellungsländern von Textilien müssen sich nachhaltig verbessern“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Mit dem Grünen Knopf drohe der Minister aber über das Ziel hinauszuschießen.

Der Handel sei offen und gesprächsbereit, aber viele Unternehmen könnten die hohen Standards des Grünen Knopfes nicht zuverlässig kontrollieren. Somit sei das neue Siegel nicht massenmarkttauglich. Besser wäre es, weiterhin im Textilbündnis konstruktiv gemeinsam an kontinuierlichen Verbesserungen in den Lieferländern zu arbeiten. Genth: „So ist sichergestellt, dass jedes Unternehmen in seinem Tempo an den Stellschrauben dreht, die es wirklich beeinflussen kann.“ Der Grüne Knopf drohe ein Konkurrenzprodukt zum Textilbündnis zu werden. Das gefährde die gute Zusammenarbeit zwischen NGOs, Verbänden und Unternehmen im Bündnis.

Die Erfolge des Textilbündnisses sind bereits messbar: Erstmals haben in diesem Jahr alle Mitglieder im Textilbündnis ihre Fortschrittsberichte und Maßnahmenpläne für eine nachhaltige textile Lieferkette vorgelegt. Die Bündnismitglieder haben sich verpflichtet, ab diesem Jahr 160 kritische Chemikalien aus der Textilherstellung zu verbannen. Gleichzeitig haben sie sich auf einen einheitlichen Abwasserstandard geeinigt, der eine Ableitung von Abwässern in die Umwelt verhindert. Der Anteil von nachhaltiger und Bio-Baumwolle konnte auf rund ein Drittel gesteigert werden. Und noch in diesem Jahr startet eine Bündnisinitiative für existenzsichernde Löhne in Kambodscha.

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