Dynamische Preise sind Teil der unternehmerischen Freiheit

Anlässlich des Verbraucherforschungsforums an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf beleuchtete HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am vergangenen Montag das Thema „Dynamic Pricing“ aus Sicht des Handels. „Dynamische Preise sind kein neues Phänomen.

Der Handel verfügt heute jedoch über vielfältigere Optionen, seine Preise zu dynamisieren und zu individualisieren“, so Genth. Der Einsatz entsprechender Hard- und Software werde in den kommenden Jahren nicht nur im Online-Handel zu einer verstärkten Umsetzung entsprechender Strategien bei der Preisdifferenzierung führen. Auch der stationäre Handel könne über elektronische Preisetiketten seine Preise dynamisieren. Über Preise, die beispielsweise zeitlich angepasst werden, könnte der Handel unmittelbar Einfluss auf den Absatz bestimmter Produkte nehmen.

„Dynamische und individualisierte Preise sind aus ökonomischer Sicht positiv zu bewerten. Sie stehen im Einklang mit dem Prinzip der Preissetzungsfreiheit. Die Autonomie des Unternehmers, den Preis selbst festzulegen, ist elementarer Bestandteil einer freien Wirtschaftsordnung“, so Genth weiter. Die Verbraucher seien durch den bestehenden Rechtsrahmen hinreichend geschützt. Vor unlauterem Verhalten des Händlers und insbesondere vor Irreführungen schützt das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Die Vorschriften des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes schließen eine Diskriminierung bestimmter Konsumentengruppen wirksam aus. Das Datenschutzrecht gewährleistet, dass die Daten des Kunden nicht unbefugt für die Preiskalkulation herangezogen werden.

rss_green xing_green twitter_green facebook_green