Einweg oder Mehrweg? – Der Kunde entscheidet

Der Handelsverband Deutschland (HDE) lehnt Forderungen nach einer Zwangsabgabe bei Einwegflaschen ab.

„Das bestehende Pfand hat bereits bewirkt, dass leere Einwegflaschen und Dosen fast vollständig zurückgeführt und recycelt werden und nicht in der Umwelt herumliegen“, sagt HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Dafür habe die Wirtschaft ein gut funktionierendes Rücknahmesystem aufgebaut. „Das Mehrwegsystem gegen die Bedürfnisse einer zunehmend mobilen Gesellschaft auf gleichem Level wie im vorigen Jahrhundert festschreiben zu wollen, wird nicht funktionieren“, so Falk. Wo es Sinn macht, wie beim Bier - das meist zu Hause konsumiert wird - greife der Verbraucher ohnehin fast ausschließlich zu Mehrweg. Eine stärkere Kostenbenachteiligung von Einweg führe am Ende dazu, dass die Mehrwegflasche wie Einweg genutzt werde.

Der Handel wird auch weiterhin eine Vielfalt von Verpackungen für den Konsum zu Hause und unterwegs anbieten. Um seinen Kunden die Wahl zu vereinfachen, hatte der HDE gemeinsam mit der Getränkeindustrie und anderen Verbänden eine Initiative für eine eindeutige Kennzeichnung von Einweg-Produkten gestartet. „Wir wollen, dass die Kunden auf den ersten Blick am Produkt sehen können, ob es sich um eine Einweg-Verpackung handelt“, so Falk weiter. Über 40 namhafte Unternehmen der beteiligten Branchen haben sich der Empfehlung der Wirtschaftsverbände angeschlossen und setzen die erweiterte Kennzeichnung bei ihren Verpackungen schrittweise um.

Mehr Informationen unter www.einzelhandel.de/einweg.

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