EU-Sektoruntersuchung im Online-Handel: Fairer Wettbewerb gefordert

Mit Blick auf das für Anfang September angekündigte Ergebnis der EU-Sektoruntersuchung im Online-Handel fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) stärkere politische Anstrengungen für einen fairen Wettbewerb.

„Die Politik muss sicherstellen, dass sich alle Händler, die Produkte in die EU verkaufen, an die gesetzlichen Vorgaben halten. Regelverstöße müssen wirkungsvoll geahndet werden können“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Aktuell verkaufen Händler aus Nicht-EU-Ländern über Online-Shops oder Online-Marktplätze direkt an den Verbraucher, ohne dass sie als Importeur auftreten und die auf dem deutschen Markt geltenden Vorschriften beachten müssen. Denn in der Praxis gibt es keine Möglichkeit zu gewährleisten, dass die Nicht-EU-Händler sich an europäische und deutsche Vorschriften des Produktsicherheits-, Umwelt-, Gewährleistungs- und Steuerrechts halten.

„Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Sektoruntersuchung brauchen wir eine Diskussion über die Rolle von Plattformbetreibern und Fulfillment Centern. Ansonsten haben die in Deutschland und in der EU ansässigen Händler, die sich an die hiesigen, oft strengeren Regeln halten, einen echten Wettbewerbsnachteil“, so Tromp. Fulfillment Center sind spezialisierte Logistikdienstleister, die die Ware nach der Bestellung beim Händler aus dem Ausland annehmen und an den Endkunden versenden. Der HDE fordert daher, dass diese Akteure auch Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften übernehmen.

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