Kein Bedarf für neue Werbe-Regeln - Kommentar von P. Schröder

Ein Kommentar von HDE-Bereichsleiter Peter Schröder

Das von Bundesjustizminister Heiko Maas geplante Verbot geschlechterdiskriminierender Werbung ist unnötig.

Hier steht ohne tragfähige Begründung ein problematischer Eingriff in die Kommunikation der Unternehmen mit ihren Kunden in der Diskussion. Freiheitsbeschränkende Regulierungen in der Werbung und die Verordnung neuer Prüderie im gesellschaftlichen Leben sind überflüssig, weil der Werberat schon heute effizient Werbung unterbindet, die Frauen zum Sexualobjekt degradiert. Menschenverachtende Werbung ist zudem bereits nach den Regeln des Lauterkeitsrechts verboten. Tatsächlich werben die deutschen Unternehmen in der Praxis ganz überwiegend auf verantwortungsvolle Weise in einer Form, die unserer freiheitlichen Kultur angemessenen ist.

Besonders kritisch ist die Begründung der neuen gesetzlichen Initiative: So wird in einem Klausurbeschluss des SPD-Parteivorstands ein Zusammenhang zwischen der Werbung und den sexuellen Gewaltexzessen in der Silvesternacht hergestellt. Das ist an den Haaren herbeigezogen und hält einer objektiven Prüfung nicht stand. Die Politik sollte nicht versuchen, die deutsche Wirtschaft und ihre Werbung hier zum Sündenbock zu machen. Das ist schlicht unlauter.

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