Forum Handel 4.0: EU-Kabinettschefin für einheitliches Kaufrecht

Die Kabinettschefin der EU-Justiz- und Verbraucherkommissarin, Renate Nikolay, setzte sich in dieser Woche beim HDE-Forum Handel 4.0 für die Harmonisierung von Kaufverträgen in den EU- Mitgliedsstaaten ein.

 Damit sollen die Wettbewerbsfähigkeit der EU und das Vertrauen der Verbraucher in den internationalen Onlinehandel deutlich gestärkt werden. “Die Vereinheitlichung des Mehrwertsteuerrechts und des Kaufrechts würden den digitalen EU-Binnenmarkt revolutionieren“, so die Kabinettschefin. Im nächsten Schritt solle diese Harmonisierung dann auch im Offline-Handel stattfinden. „Das muss vor allem schnell gehen, dann kommt der Markt von selbst“, forderte Joachim Stoll, Geschäftsführer von Koffer24 mit Blick auf die Skepsis vieler deutscher Kunden, über die Grenzen hinweg online oder mobil einzukaufen. Angesichts noch bestehender Unterschiede beim Kaufvertrags- und Gewährleistungsrecht in den EU-Mitgliedsstaaten zeigte Nikolay Verständnis dafür, dass deutsche Einzelhändler nicht in jedes Land liefern wollen und das sogenannte Geoblocking unterstützen. “Händler sollen nicht gezwungen werden, in jedes Land zu liefern“, so die Kabinettschefin. Der Gastgeber von Handel 4.0, Stephan Tromp, begrüßte diese Forderung. Allerdings würden kleinere Händler auch künftig Marktplätze für ihre internationalen Verkaufsaktivitäten nutzen. „Marktplätze bauen Brücken nach außen“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer.

Impressionen der Veranstaltung unter www.einzelhandel.de/forumhandel40

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