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Vor der EuGH-Entscheidung: HDE erwartet Verbot von Interbankenentgelten

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet am morgigen Donnerstag ein Verbot der Interbankenentgelte durch den Europäischen Gerichtshof EuGH. Interbankenentgelte sind Gebühren, die für den Händler bei jeder Kartenzahlung eines seiner Kunden fällig werden.

Dabei muss die Bank des Händlers an die Bank des Karteninhabers für jede Transaktion eine Gebühr bezahlen. Die Händlerbank reicht diese Gebühr dann an den Handel weiter. Die Handelsunternehmen zahlen in Deutschland jährlich ca. 250 Millionen Euro an Interbankenentgelten. „Durchschnittlich fallen bei mittelständischen Händlern Kosten in Höhe von bis zu vier Prozent vom getätigten Umsatz mit Kreditkarten an. Bei geringen Margen im wettbewerbsintensiven Einzelhandel lassen sich diese Kosten oftmals nicht darstellen“, so HDE-Experte Ulrich Binnebößel.

Die anstehende Entscheidung bezieht sich ausschließlich auf grenzüberschreitende Zahlungen, also beispielsweise auf Einkäufe ausländischer Touristen in Deutschland. Gegen nationale Interbankenentgelte hat der HDE bereits Ende 2005 eine ähnliche Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht. Eine Entscheidung steht hier aber noch aus. Von einem Verbot der Interbankenentgelte würden auch die Kunden profitieren: „Ohne die Gebühren könnten es sich mehr Händler leisten, den Kunden die Bezahlung mit Kreditkarte anzubieten“, so Binnebößel. Von einer entsprechenden EuGH-Entscheidung erhoffe sich der HDE Signalwirkung auch auf nationaler Ebene.

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