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Energiedienstleistungsgesetz: Kostenexplosion für Filialbetreibe verhindern

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt angesichts des Diskussionsentwurfs des Bundeswirtschaftsministeriums zu einem Energiedienstleistungsgesetz vor einer Kostenexplosion für Filialbetriebe. Mit dem Gesetz sollen Unternehmen zur systematischen Erfassung ihrer Energieflüsse verpflichtet werden.

„Das würde gerade für die ausgeprägten Filialstrukturen im Handel zu einem erheblichen Kostenaufwand führen“, so HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Denn der Gesetzesentwurf stelle nicht auf die juristische Person ab, sondern beziehe auch verbundene Unternehmen mit ein. Die systematische Erfassung der Energieflüsse müsse somit an jedem einzelnen Standort eingeführt werden. Die Kosten für die Einführung beziffert das Ministerium mit 4.000 Euro pro Standort. Einige Unternehmen des Handels haben über 10.000 Filialen und verbundene Unternehmen. Allein bei diesen würden für die Einführung Kosten von 40 Mio. Euro entstehen. Nicht eingerechnet sind die zusätzlichen Personalkosten und der erhebliche Verwaltungsaufwand zum Unterhalt des Systems. „An einzelnen Standorten könnte so die bizarre Situation entstehen, dass die Kosten zur Einführung des Überwachungssystems die Jahresstromkosten übersteigen“, so Falk weiter. Der HDE beurteilt den Gesetzesentwurf deshalb sehr kritisch und fordert die Befreiung aller Filialstandorte von der Verpflichtung zur Einführung der systematischen Erfassung der Energieströme.

 

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