Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

OK

Kalte Progression schadet Binnenkonjunktur

„Nachdem auch Gewerkschaften das Thema aufgegriffen haben, kommt erfreulicherweise wieder Bewegung in die Diskussion um den Abbau der kalten Progression. Da sich alle Parteien der Problematik bewusst sind, dass etwas getan werden muss, sollten jetzt auch Taten folgen.“

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth forderte einen neuen Anlauf zur Anpassung des Tarifverlaufs an die Inflation, die in der letzten Legislaturperiode am Widerstand des Bundesrats gescheitert ist. Damit ist das Problem bisher ungelöst geblieben. „Wird der Einkommensteuertarif nicht angepasst, drohen den Steuerpflichtigen heimliche Steuererhöhungen, soweit Einkommenssteigerungen nur die Inflation ausgleichen,“ so Genth. Diese demokratisch nicht legitimierten Steuermehreinnahmen müssten den Bürgern zurückgegeben werden. „Geboten ist dies auch zur Stützung der Binnenkonjunktur. Der Einzelhandel ist seit Jahren durch Wirtschafts- und Währungskrise hindurch eine wichtige Stütze für die gesamte Volkswirtschaft.“

Einer Gegenfinanzierung durch Anhebung des Spitzensteuersatzes steht der HDE kritisch gegenüber. Hierdurch wären auch die vielen Personenunternehmen betroffen, denn diese unterliegen der Einkommensteuer. 76 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind als Personenunternehmen strukturiert. Die Anhebung der Steuerbelastung im Bereich des Spitzensteuersatzes hätte daher im deutschen Mittelstand eine erhebliche Breitenwirkung. Mindestbedingung einer Veränderung des Tarifverlaufs wäre daher, dass thesaurierte Gewinne zu einem besonderen Thesaurierungssatz ähnlich wie bei Kapitalgesellschaften besteuert werden können. Hierfür müsse die bestehende Thesaurierungsbegünstigung attraktiver ausgestaltet werden.

rss_green xing_green twitter_green facebook_green