Arbeitsbedingungen von Kraftfahrern – Ergebnisse einer internationalen Befragung des BAG

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im Zeitraum zwischen April und Juni 2014 bundesweit in- und ausländische Kraftfahrer zu ihren Arbeitsbedingungen befragt und die Ergebnisse in einem Sonderbericht veröffentlicht.

Mit mehr als 1.800 Befragten zählt die Erhebung zu den umfangreichsten ihrer Art. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen Fragestellungen im Zusammenhang mit den Tages- und Wochenruhezeiten der Kraftfahrer sowie deren Zufriedenheit mit ihrem Beruf und den vorherrschenden Rahmenbedingungen.

Im Ergebnis zeigen sich insbesondere Unterschiede zwischen Kraftfahrern aus den jungen und den alten EU-Mitgliedstaaten. So ist der Anteil der Kraftfahrer, die ihre Wochenruhezeit im Fahrzeug verbringen, bei Kraftfahrern aus den jungen EU-Mitgliedstaaten vergleichsweise höher als bei jenen aus Deutschland bzw. aus den alten EU- Mitgliedstaaten. Entsprechend seltener sind die befragten Kraftfahrer aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa am Wochenende zu Hause. Die Übernachtungsmöglichkeiten auf Auto- und Rasthöfen werden nur von einem kleinen Teil aller befragten Kraftfahrer genutzt. Lediglich ein geringer Anteil der Befragten verbringt seine Ruhezeiten in Hotels oder Pensionen. Dies gilt sowohl für die Wochen- als auch für die Tagesruhezeiten. Obwohl die befragten Kraftfahrer in Teilen viel Zeit im Fahrzeug verbringen, wird das Platzangebot in der Fahrer- bzw. Schlafkabine von rund drei Viertel der Befragten als ausreichend angesehen. Ein Großteil der Befragten nutzt regelmäßig die sanitären Einrichtungen der deutschen Auto- und Rasthöfe, rund die Hälfte kehrt regelmäßig in Bistros bzw. Restaurants auf Auto- und Rasthöfen in Deutschland ein. Die Qualität der an Rast- und Autohöfen bestehenden Angebote wird von den Befragten mehrheitlich mit gut oder akzeptabel bewertet. Spesen für Essen bzw. Übernachtungen bekommen rund zwei Drittel der befragten Kraftfahrer vergütet, wobei der Anteil der deutschen Kraftfahrer, die Spesen erhalten, besonders hoch ist.

Obwohl sich nicht wenige Kraftfahrer eine bessere Entlohnung und mehr Freizeit wünschen, würde über die Hälfte der befragten Kraftfahrer ihren Beruf erneut ergreifen.

>> Die vollständige Untersuchung steht hier zur Verfügung.

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