Falschgeld in Deutschland und Europa

Zahlen der Zentralbank zu Euro-Fälschungen

Die Deutsche Bundesbank hat bekanntgegeben, dass im ersten Halbjahr 2020 rund 34.000 falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr registriert wurden. Die durch Falschgeld entstandene Schadenssumme beträgt rd. 1,7 Millionen €.  Mit rund 40 % gehören der 50-Euro Schein und mit 29,4 % der 20-Euro Schein nach wie vor zu den am häufigsten gefälschten Scheinen. Allerdings ist die Zahl der 10- Euro-Fälschungen deutlich gestiegen. Mit fast 6.000 gefälschten Scheinen (17,4 % aller Fälschungen) wurde ein bisheriger Höchststand bei diesem Notenwert erreicht. Dabei handelte es sich vor allem um einfache Druckfälschungen ohne Sicherheitsmerkmale. Diese Fälschungen seien eigentlich leicht zu erkennen, es stehe sogar ‚MovieMoney‘ auf der Vorderseite oder ‚Prop copy‘ auf der Rückseite, so die Bundesbank.

Die Bundesbank weist darauf hin, dass Banknoten stets aufmerksam geprüft werden sollten, da es für Falschgeld keinen Ersatz gibt.
In die Prüfung sollten mehrere Sicherheitsmerkmale einbezogen werden, denn die Sicherheit der Euro-Banknoten liegt im Zusammenspiel der verschiedenen Merkmale:

Empfehlenswert ist es, bei der Prüfung einer verdächtigen Banknote eine zweifelsfrei echte Banknote zum Vergleich heranzuziehen. Bei der Prüfung von Banknoten mit Lupen, Prüfstiften oder UV-Lampen lässt sich nicht immer ein eindeutiges Prüfergebnis erzielen. Diese Hilfsmittel sollten deshalb besser in Kombination mit der Prüfung anderer Sicherheitsmerkmale genutzt werden, so die Bundesbank.

Falschgeldprävention

Ein Informationsblatt für Kassenpersonal findet sich hier...

Die Bundesbank bietet über ihr Filialnetz kostenlose Schulungen für Kreditwirtschaft, Einzelhandel und andere Interessierte an. Die Teilnehmer bekommen dort auch typische Fälschungen zum Fühlen, Sehen und Kippen vorgestellt.

Weiterhin kann ein interaktives Lernprogramm "Falschgeld erkennen" bei der Bundesbank bestellt werden. Die Informationsangebote im Internet der Bundesbank (https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bargeld/falschgeld) bzw. der Europäischen Zentralbank (http://www.ecb.europa.eu/euro/banknotes/security/html/index.de.html)
sowie der deutschen Polizei (http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/falschgeld.html) werden regelmäßig aktualisiert.
Damit wichtige Hinweise auf Personen, die Falschgeld in Umlauf bringen, nicht verloren gehen, rät die Bundesbank dringend, falsche Banknoten und Münzen umgehend der Polizei anzuzeigen und dort abzugeben.
Eine Auflistung der getesteten Falschgeld-Prüfgeräte findet sich hier: http://www.ecb.europa.eu/euro/cashprof/cashhand/devices/html/results.en.html 

Charts zur Falschgeldentwicklung in Deutschland und Europa

Falschgeld-D
Abb. 1: Falschgeldanfall in Deutschland (Quelle: Deutsche Bundesbank, HDE-Grafik)

Falschgeld-EU
Abb.2 : Falschgeldanfall in Europa (Quelle: Europäische Zentralbank, HDE-Grafik)
Die EZB veröffentlichte für das erste Halbjahr 2020 coronabedingt keine neuen Zahlen


Falschgeld-Schaden-D
Abb. 3: Entwicklung der Schadenshöhe in Deutschland (in Mio. Euro)

 

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Ansprechpartner:

Ulrich Binnebößel
Tel.: 030 / 72 62 50 - 62
Fax: 030 / 72 62 51 - 88
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