Kunden mögen Bargeld. Bundesbankstudie liefert jetzt Erklärung

ist lange bekannt. Die Ökonomen Ulf von Kalckreuth, Tobias Schmidt und Helmut Stix liefern nun die wissenschafltiche Erklärung für die Bargeldliebe der Deutschen. Die Ökonomen legten ihr Augenmerk auf eine einzigartige Eigenschaft von Bargeld – seine Funktion als Erinnerungshilfe:

Wörtlich heißt es: „Ein Blick ins Portmonee liefert ein Signal über die Höhe der verbleibenden Liquidität sowie zur Höhe der seit der letzten Abhebung getätigten Ausgaben. Je höher der Anteil von Barzahlungen an den gesamten Ausgaben ist, umso genauer ist dieses Signal. Unsere Vermutung ist, dass diese Art von Signal für bestimmte Konsumentengruppen von besonderer Bedeutung ist.“

Im Klartext: Es gibt Konsumentengruppen, die den Bargeldbestand in der Geldbörse zur Kontrolle ihrer Ausgaben nutzen. Die sogenannten „Pocket Watcher“ wissen: geht das Bargeld zur Neige, kann eben nichts mehr ausgegeben werden. Nicht alle Konsumenten, so die Forscher, müssen ihre Ausgaben kontrollieren:

„Laut unserem Modell überwachen vor allem solche Konsumenten ihre Liquidität durch die Nutzung von Bargeld, die sowohl Budgetbeschränkungen unterliegen als auch beschränkte Informationsverarbeitungskapazitäten oder –möglichkeiten haben. Für solche Konsumenten verursachen alternative Kontrollmechanismen hohe Kosten.“


Die Studie liefert damit eine Anleitung für alle Entwickler bargeldloser Zahlungsmitel: kostengünstig soll es sein und dem Nutzer stets einen Überblick über die verbleibenden Mittel geben. Ein Vorteil für Handy-Systeme mit Display? Zumindest scheint die Kartenzahlung hier im Nachteil zu sein.

November 2011

>> Download der Studie (externer Link)...

 

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