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Europa lohnt sich!

Ulrike Mueller grossEin Beitrag von Ulrike Müller, Abgeordnete im Europäischen Parlament für die Freien Wähler.

Eine aktuelle Studie belegt: Hier in Deutschland sind wir die großen Gewinner der Europäischen Union. Pro Kopf und Jahr haben wir rund eintausend Euro mehr in der Tasche – dank des freien Verkehrs von Waren, Dienstleistungen, Personen und von Kapital in der EU. Nicht alle profitieren so stark von Europa, aber jeder EU-Bürger macht Gewinn. Europa lohnt sich!

Europa lohnt sich nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Täglich profitieren hier 500 Millionen Menschen von hochwertigen und sicheren Lebensmitteln. Nie zuvor war die Qualität unserer Nahrungsmittel so hoch. Als praktizierende Landwirtin auf einem milchwirtschaftlichen Familienbetrieb weiß ich, wie viel Anstrengung und Mühe hinter jedem Produkt steckt, das in den Handel kommt. Und als Agrar-Expertin und Verbraucherschützerin kenne ich die Prozesse und Regelwerke, die hier in der EU weltweit führende Standards in puncto Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz garantieren. Die Kette von den herstellenden und weiterverarbeitenden Betrieben über den Handel bis zum Verbraucher funktioniert in der Regel sehr gut.

Lebensmittel sind eine wertvolle Ressource – verschwenden wir sie nicht!
Leider landen in Europa aber auch pro Jahr fast 90 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Diese Menge müssen wir deutlich reduzieren! Die EU hat sich im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele dazu verpflichtet, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Ich war Mitberichterstatterin zum Report über Lebensmittelverschwendung. Hier war der Handel natürlich ein wichtiger Stakeholder, und ich schätze seinen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Ressourcenschutz in Europa.

Als Verantwortliche meiner Fraktion pochte ich auf die Entwicklung einer einheitlichen Messmethodik. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Europäische Kommission nun endlich geliefert hat! Jetzt können wir in der EU mit einer einheitlichen Datenerhebung beginnen – das Fundament für erfolgreiche Reduzierungsstrategien.

Innovation in Bildung, Kooperation und Technologie
Innovation ist die Quelle unseres Wohlstandes und unseres Fortschritts. Die Grundlage für Innovation ist ein flexibler Rahmen, in dem die Menschen kreative Lösungen für komplexe Probleme entwickeln können, und dafür arbeite ich in Brüssel.

Innovation wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, wie wir Lebensmittelverschwendung eindämmen. Wir brauchen Innovation in Bildung, Kooperation und Technologie. Einige Initiativen von Verbraucher- und Einzelhandelsorganisationen gehen hier mit gutem Beispiel voran. Wir sollten innovativ mit den Verbrauchern kommunizieren und Kooperationen erleichtern (z.B. durch Bürokratieabbau bei Lebensmittelspenden). Innovative Verpackungsmaterialien tragen erheblich zur Verringerung von Nahrungsmittelabfällen bei, indem sie die Haltbarkeit verlängern, Transportschäden vermeiden oder den Zustand verderblicher Lebensmittel überwachen. Als Gesetzgeber müssen wir die Entwicklung und Nutzung solcher Ideen unbedingt fördern.

Echte Kreisläufe für eine Grüne Wirtschaft
Auch die Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiges Zukunftsfeld nachhaltigen Handelns und Wirtschaftens, um Wirtschaftswachstum und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Sie bringt Ressourceneffizienz und schafft hochwertige Arbeitsplätze auch im ländlichen Raum. Der Handel spielt im Umgang mit Ressourcen als die direkte Schnittstelle zum Verbraucher eine wichtige Rolle.

Wir müssen zu einer echten Kreislaufwirtschaft kommen, in der nichts mehr verschwendet wird und Materialien effizient zum Einsatz kommen. Wir haben im EU-Parlament ambitonierte Reformen der Abfallgesetzgebung auf den Weg gebracht. Unsere Änderungsanträge zielten ab auf wirtschaftliche Anreize und die Förderung und Verbreitung von den besten Handelspraktiken in der Europäischen Union. Wichtig ist mir dabei, dass die neuen Regeln für alle Beteiligten, gerade auch für den Handel, praxistauglich sind und nicht zu einer unverhältnismäßigen Belastung führen.


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In diesem Blog kommen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zu allen Facetten des Einzelhandels zu Wort. Die Meinung der Autoren entspricht dabei nicht immer dem Standpunkt des HDE.

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Kontakt: Stefan Hertel