Weniger Falschgeld in Deutschland und Europa
- 04.03.2026
Die Europäische Zentralbank und die Bundesbank haben für das vergangene Jahr eine rückläufige Falschgeldmenge gemeldet.
So wurden im gesamten Euro-Raum rund 444. 000 Falschnoten aus dem Verkehr gezogen – das sind rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Falschgeldaufkommen erreicht damit einen seiner Tiefststände seit Erfassung. Die Bundesbank gibt an, dass in Deutschland ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen war, hier immerhin um 6,1 Prozent auf knapp 68.000 falsche Euro-Banknoten. Insgesamt wurden damit in Deutschland gefälschte Banknoten im Wert von ca. vier Millionen Euro festgestellt, ein Rückgang um elf Prozent.
Trotz eines Rückgangs der Barzahlung werden in Deutschland noch immer knapp die Hälfte der geschätzt 20 Milliarden Zahlungen im Handel in bar getätigt. Damit bleibt die Barzahlung absehbar eine wichtige Transaktionsart. „Die Unternehmen des Handels schulen weiterhin das Kassenpersonal für die zuverlässige Erkennung von Falschgeld, oft auch unter Zuhilfenahme von entsprechenden Prüfgeräten. Nicht zuletzt deshalb ist es äußerst unwahrscheinlich, im Einzelhandel eine gefälschte Banknote als Wechselgeld zu bekommen“, so HDE-Experte Ulrich Binnebößel. Die Bundesbank hat errechnet, dass rein rechnerisch 2025 acht falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner entfielen.