HDE bewertet neue EU-Bearbeitungsgebühr für Pakete aus Nicht-EU-Staaten positiv

Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüßt die Einigung über die Reform der EU-Zollunion und die damit verbundene EU-weite Einführung der neuen Bearbeitungsgebühr für online bestellte Produkte, die aus Nicht-EU-Staaten eingeführt werden.

„Die geplante neue Bearbeitungsgebühr ab November 2026 zusätzlich zu den Zollgebühren pro Warengruppe von drei Euro in jedem Paket ab 01. Juli 2026 ist ein weiteres wichtiges Zeichen in die richtige Richtung. Jedoch geht uns der Schritt noch nicht weit genug. Wir fordern die schnellere Einführung eines EU-weiten Customs Data Hub, über den Importeure und E-Commerce Verkäufer aus Drittstaaten allen EU-Staaten ihre Zolldaten zentral mitteilen müssen. Der angekündigte Start für einen Data Hub in 2028 ist nicht ausreichend. Nur wenn schnellstmöglich Paketmengen und die Warenwertangaben effizienter geprüft werden können, kann dem Missbrauch durch Drittstaaten Plattformen und Händler Einhalt geboten werden“, fordert Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE.

Perspektivisch könnten die EU-Staaten mit dem Customs Data-Hub den Markt konsequent überwachen und die Verbraucher so vor unsicheren Produkten schützen. Aktuell überschwemmt der asiatische Markt die Konsumenten mit Waren, die nicht den EU-Richtlinien entsprechen und mitunter gefährlich sein können.

„Es wird Zeit, dass wir den Anbietern von Billigware, die unsere Märkte mit qualitativ minderwertigen Produkten überschwemmen, den Stecker ziehen! Hier sehen wir die Politik klar in der Verantwortung und wünschen uns ein härteres und schnelleres Vorgehen – damit der Wettbewerb wieder fair wird und sich die Verbraucher sicher fühlen können“, ergänzt Tromp.