Bußgeld gegen Temu wichtiges Signal - weitere Maßnahmen gefordert

Der chinesische Online-Anbieter Temu verstößt gegen zahlreiche EU-Regeln und bringt mitunter unsichere sowie gesundheitsgefährdende Produkte auf den europäischen Markt. Die EU-Kommission hat darauf nun reagiert und vergangene Woche ein Bußgeld in Höhe von 200 Millionen Euro gegen Temu verhängt.

„Es ist höchste Zeit, dass die EU-Kommission spürbare Strafen für die zahllosen Regelverstöße von Temu und Shein durchsetzt. Die vergangene Woche verkündeten 200 Millionen Bußgeld sind ein wichtiges Signal. Verstöße müssen Konsequenzen haben, ansonsten profitieren die Anbieter aus Fernost von einem unfairen Wettbewerb“, sagt der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.

Durch rechtliche und regulatorische Verstöße sowie damit verbundenes Preisdumping geraten viele heimische Händler, die sich an geltende Gesetze und Steuervorgaben halten, zunehmend unter Druck.

„Das Bußgeld darf aber nur ein Mosaikstein in einem konsequenteren Vorgehen gegen die Regelbrüche von Temu und Shein sein. Ab sofort muss gelten: Jeder Verstoß muss abgestraft werden – und das spürbar. Wenn die Strafkulisse nicht überzeugend steht, dann werden wir weiter unsichere Produkte in unseren Markt und an heimische Verbraucher geliefert bekommen. Diese unhaltbaren Zustände müssen endlich ein Ende finden. Für ein konsequenteres Vorgehen braucht es die schnellere Einführung eines EU-weiten Customs Data Hub, über den Importeure und E-Commerce Verkäufer aus Drittstaaten allen EU-Staaten ihre Zolldaten zentral mitteilen müssen. Der angekündigte Start für einen solchen Data Hub im Jahr 2028 reicht hinten und vorne nicht“, so Tromp.