HDE erhält Rückendeckung für den Erhalt der Minijobs
- 15.07.2026
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat sich in der vergangenen Woche gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsverbänden in einem vom HDE initiierten Brandbrief an die Bundesregierung gewandt. Darin warnen die Unterzeichner erneut vor den weitreichenden Folgen einer möglichen Abschaffung der Minijobs. Nun erhält diese Forderung Unterstützung von CSU-Parteichef Markus Söder, der den Erhalt der Minijobs zusagt.
Die Abschaffung von Minijobs mit einem Verdienst von aktuell bis zu 603 Euro im Monat gehört zu den Vorschlägen einer Regierungskommission für die Rentenreform der schwarz-roten Koalition. Künftig sollen Minijobs demnach in die Rentenversicherung einbezogen und ihr steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Sonderstatus abgeschafft werden. Ausnahmen wären nach den Plänen lediglich für Schülerinnen und Schüler vorgesehen. Für viele Wirtschaftsbereiche, insbesondere den Einzelhandel, wäre das fatal.
„Minijobs sind aufgrund ihres optimierten Brutto-Netto-Effekts bei den Menschen sehr beliebt. Für den Einzelhandel sind sie operativ nahezu unverzichtbar, um die branchentypischen Stoß- und Randzeiten abzudecken und damit die Versorgung der Verbraucher sicherzustellen“, betont HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Markus Söder hatte die Pläne zur Abschaffung der Minijobs bereits früh kritisiert und bekräftigte kürzlich in einem Interview, dass Minijobs einschließlich ihres sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus erhalten bleiben sollen.
„Angesichts der dringend benötigten Flexibilität in der Praxis und der Bedeutung von Minijobs für Millionen Menschen wäre diese Entscheidung wirtschaftlich sinnvoll und vernünftig. Nun hoffen wir, dass dem Versprechen auch Taten folgen und wir zeitnah Planungssicherheit beim Thema Minijobs erhalten“, so Genth.
Den Verbändebrief zu den Minijobs vom 9. Juli 2026 finden Sie auf der HDE-Website hier.