Ladendiebstahl: Handelsverband und Gewerkschaft der Polizei fordern konsequentere Strafverfolgung
- 12.08.2026
Die jüngsten Zahlen des Handelsforschungsinstituts EHI zeigen, dass die Schäden durch Ladendiebstahl im deutschen Einzelhandel erstmals die Marke von drei Milliarden Euro überschritten haben. Auch vor diesem Hintergrund fordern der Handelsverband Deutschland (HDE) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in einem gemeinsamen Positionspapier eine konsequentere Strafverfolgung und bessere Rahmenbedingungen zur Bekämpfung des Ladendiebstahls und insbesondere der organisierten Eigentumskriminalität im Einzelhandel.
„Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Die wirtschaftlichen Schäden erreichen ein Rekordniveau und besonders organisierte und gewerbsmäßig agierende Tätergruppen gehen immer professioneller vor. Hier besteht dringender politischer Handlungsbedarf“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
HDE und GdP fordern unter anderem eine deutlich bessere personelle und technische Ausstattung von Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten. Zudem sprechen sie sich für rechtssichere Möglichkeiten der offenen Videoüberwachung im Einzelhandel sowie den datenschutzkonformen Einsatz KI-gestützter Videoanalysen zur Diebstahlprävention aus. Auch die Bekämpfung organisierter Tätergruppen und die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden sollen gestärkt werden.
„Die Politik ist jetzt gefordert, den Schutz des Einzelhandels zu stärken und gewerbsmäßige und organisierte Kriminalität entschlossen zu bekämpfen. Wer professionell und organisiert stiehlt, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen“, so Genth.
Mehr Informationen zum Thema unter www.stoppladendiebstahl.de
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