Einzelhandel wirkt inflationsdämpfend
- 19.08.2026
Die aktuelle Hitze und Trockenheit sorgen für erhebliche Ernteausfälle in der Landwirtschaft und wecken Befürchtungen vor steigenden Lebensmittelpreisen. Doch die aktuellen Zahlen zeigen ein anderes Bild: Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Nahrungsmittelpreise lediglich um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch im Juli setzte sich die moderate Preisentwicklung fort: Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts verteuerten sich Lebensmittel nur um 0,4 Prozent.
„Die Sorgen über mögliche Preissteigerungen bei Lebensmitteln sind angesichts der schwierigen Erntebedingungen nachvollziehbar. Umso wichtiger ist der Blick auf die tatsächliche Preisentwicklung: Der Einzelhandel wirkt derzeit klar inflationsdämpfend und gibt Vorteile aus dem intensiven Wettbewerb schnell an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Auch insgesamt zeigt sich der Einzelhandel im ersten Halbjahr als Preisdämpfer. Während die Verbraucherpreise um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr stiegen, erhöhten sich die Einzelhandelspreise (ohne Kfz, Tankstellen, Brennstoffe und Apotheken) lediglich um 1,0 Prozent. Für Bekleidung (+0,5 Prozent) und Möbel (+0,3 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher kaum mehr ausgeben als im Vorjahr. Wesentlicher Treiber der Inflation waren dagegen die Kraftstoffpreise, die um 12,5 Prozent stiegen.
„Der Einzelhandel ist kein Preistreiber, sondern bremst mit seinen Preisen und Angeboten die Inflation. Der intensive Wettbewerb sorgt dafür, dass Preisvorteile rasch bei den Kundinnen und Kunden ankommen. Davon profitieren die Menschen beim täglichen Einkauf“, so Genth.