Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt: Handelsverband warnt vor hohen wirtschaftlichen Schäden einer Politik der Abschottung und mahnt zu Reformen
- 07.09.2026
Mit Blick auf das gestrige Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor politischen Extremen und einer Politik der Abschottung. Der Einzelhandel als stärkste Kraft der Binnenwirtschat brauche mehr internationalen Austausch und einen funktionierenden EU-Binnenmarkt. Der Weg zum wirtschaftlichen Erfolg führe nur über die entschlossene Umsetzung der auf dem Tisch liegenden Reformen.
„Eine Politik der Abschottung und der Ausgrenzung führt in die Irre. Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt und im Einzelhandel nicht gut. Wer jetzt aber glaubt, dass sich das im nationalen Alleingang am besten lösen ließe, der liegt falsch. Es geht um mehr internationalen Austausch und um eine konsequentere Nutzung des EU-Binnenmarktes. Nationale Abschottung ist eine Sackgasse“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Der Handel wirke seit Bestehen der Menschheit völkerverbindend und sei auf möglichst einfach funktionierende internationale Lieferketten angewiesen. Wer hier auf höhere Grenzzäune und mehr Hindernisse setze, lege die Axt an den Wohlstand des Landes.
„Die Wahlen in Sachsen-Anhalt wurden auch international mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Ich befürchte hohen Schaden für den Standort Deutschland, wenn potentielle Fachkräfte aus dem Ausland nun davor zurückschrecken, zu uns zu kommen. Der Einzelhandel ist zur Deckung seines Personalbedarfs auf Zuwanderung angewiesen. In der Branche arbeiten schon heute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der ganzen Welt erfolgreich zusammen“, so von Preen.
Man dürfe die Lösung der aktuellen wirtschaftlichen Krise nicht den politischen Extremen überlassen, so der HDE-Präsident: „Die demokratischen Parteien der Mitte müssen sich nun umso mehr zusammenraufen und ihre Reformen entschlossen und rasch umsetzen. Ansonsten ist zu befürchten, dass immer mehr Menschen auf die schädlichen Scheinlösungen extremer Parteien setzen.“ Die Bundesregierung dürfe jetzt in keinem Fall die falsche Schlussfolgerung ziehen und in ihrem Reformeifer nachlassen. „Die Menschen und die Wirtschaft warten auf spürbare positive Veränderungen. Die Politik muss jetzt mutig nach vorne gehen und ein klares Zielbild kommunizieren“, so von Preen.