Positionspapier der Verbände zum Fahrermangel

Über 70.000 Lkw-Fahrer fehlen in Deutschland

Ein Bündnis aus elf Wirtschaftsverbänden warnt eindringlich vor den Folgen des massiven Fahrermangels im Straßengüterverkehr. In ihrer aktuellen Initiative fordern sie die Bundesregierung zum Handeln auf – denn die Situation hat sich seit 2018 dramatisch verschärft.

Die Lage ist ernst: Fehlten vor sieben Jahren noch rund 40.000 Berufskraftfahrer, sind es heute bereits mehr als 70.000. Der demografische Wandel verschärft das Problem zusätzlich: Etwa ein Drittel der aktiven Fahrer ist über 55 Jahre alt, jährlich gehen 30.000 bis 35.000 in Rente – während nur 15.000 bis 20.000 Berufseinsteiger nachrücken.

Da mehr als 70 Prozent der deutschen Güterverkehrsleistung auf der Straße abgewickelt werden und eine Verlagerung auf die Schiene oft nicht möglich ist, drohen ohne Gegenmaßnahmen ernsthafte Versorgungsengpässe.

Der Drei-Punkte-Plan der Verbände sieht vor:

  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Infrastruktur (Parkplätze, Baustellenmanagement)
  • Modernisierung der Ausbildung mit praxisnäheren, digitaleren Inhalten
  • Bürokratieabbau und erleichterte Zuwanderung qualifizierter Fahrer aus Drittstaaten

Die Verbände fordern die Einrichtung einer interministeriellen Arbeitsgruppe, um eine koordinierte Strategie zu entwickeln – bevor die Logistikketten zusammenbrechen.

 

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