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Energiewende durch CO2-Preis finanzieren

In der aktuellen Debatte um die Einführung eines CO2-Preises sieht der Handelsverband Deutschland (HDE) die Chance für eine faire und zukunftsgerichtete Finanzierung der Energiewende.

„Der CO2-Preis ist das einfachste und sinnvollste Instrument, um CO2 zu vermeiden und die Klimaschutzziele zu erreichen. Gleichzeitig erhoffen wir uns von einem CO2-Preis eine wesentliche Vereinfachung des aktuellen Energierechts sowie eine gerechtere und effizientere Neufinanzierung der Energiewende“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Kosten der Energiewende fallen im Einzelhandel doppelt ins Gewicht: Sie belasten die Unternehmen und schwächen durch steigende Strompreise die Kaufkraft der Privathaushalte. Die aktuelle finanzielle Belastung des Einzelhandels im Bereich Strom liegt bei über sechs Milliarden Euro. Davon entfallen 2,3 Milliarden Euro auf die EEG-Umlage. Der Handel steht für sechs Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland, zahlt jedoch zehn Prozent der EEG-Umlage. Durch einen CO2-Preis könnten die Kosten für das EEG gerechter ausgestaltet werden, insbesondere der Mittelstand und die Privathaushalte würden entlastet.

Um zusätzliche Belastungen für Unternehmer und Verbraucher zu vermeiden, darf der CO2-Preis nicht einfach auf die bestehenden Instrumente aufgeschlagen werden. Er sollte vielmehr die EEG- und KWKG-Umlage sowie die Energie- und Stromsteuer ersetzen. Der Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren immer stärker mit der Energiebranche verschränkt. Viele Dächer wurden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet und die energetische Sanierung der Verkaufsstellen führte zu erheblichen Energieeinsparungen. Zudem investieren viele Einzelhändler in den Aufbau von Ladesäulen. Die CO2-Emissionen im Einzelhandel sind bereits heute um über 50 Prozent gegenüber 1990 gesunken und jeder achte öffentliche Ladepunkt für E-Mobilität steht auf Flächen des Einzelhandels.

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