HDE sieht Umsetzungshürden im EU-Energieplan „REPowerEU“

In dem heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Plan „REPowerEU“ für ein gemeinsames europäisches Vorgehen hin zu einer unabhängigen und nachhaltigen Energieversorgung sieht der Handelsverband Deutschland (HDE) Licht und Schatten. Der Verband begrüßt die von der Europäischen Kommission formulierten Ziele, die Abhängigkeit von Gas- und Ölimporten zu reduzieren und erneuerbare Energien zu fördern. Allerdings sind die vorgesehenen Strategien aus Sicht des HDE bislang nicht ausgereift.

„Es ist wichtig, die europäische Energieversorgung unabhängig und nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. In der Praxis gelingt das aber nur, wenn auch bürokratische Hürden abgebaut werden“, so Antje Gerstein, HDE-Geschäftsführerin Europapolitik und Nachhaltigkeit. So müsse etwa im Bereich der Energieeffizienz und der geplanten Verschärfung der Energieaudits der Aufwand für die damit einhergehenden Berichtspflichten bedacht werden. „Für Händlerinnen und Händler funktionieren Investitionen in Energieeffizienz nur dann, wenn sich diese für das Unternehmen rechnen. Sie durch bürokratische Vorgaben im Keim zu ersticken, untergräbt das Ziel“, betont Gerstein.

Der Abbau bürokratischer Hürden ist nach Einschätzung des HDE auch mit Blick auf die Solarstrategie notwendig. Eine Pflicht zur Installation von Solarstromanlagen auf den Dächern der Handelsunternehmen dürfe nicht vorgeschrieben werden. Vielmehr gehe es darum, richtige Anreize für Investitionen zu setzen. „Die Einführung einer allgemeinen Pflicht führt dazu, dass auch an für Solarenergie völlig ungeeigneten Standorten investiert werden muss. Das kann und sollte nicht das Ziel sein“, so Gerstein weiter. Hingegen könne die Europäische Kommission durch eine Anpassung des beihilferechtlichen Rahmens in einem ersten Schritt Geschäftsmodelle zur Nutzung des Solarstroms vereinfachen und bürokratische Hürden abbauen.

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