Ausbildung im Handel: Noch viele offene Stellen

Heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Zahlen zeigen, dass im Jahr 2019 bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen der Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel mit 26 109 Verträgen auf Platz 1 der beliebtesten Ausbildungsberufe liegt. Auch der zweite Kernberuf des Einzelhandels Verkäufer/Verkäuferin rangiert mit 21 360 Neuabschlüssen in den TOP 5 (Platz 4).

Im Vergleich zu 2010 gehen die Neuvertragsabschlüsse allerdings insgesamt seit Jahren durchschnittlich zurück. Für die beiden Ausbildungsberufe bedeutet dies: 2019 gab es jeweils knapp 22 Prozent weniger Neuabschlüsse als noch vor neun Jahren. „Die beiden Kernberufe des Einzelhandels gehören erneut zu den beliebtesten Berufen in Deutschland“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Den Grund für die Beliebtheit der Handelsberufe sieht Genth vor allem in den vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten: „In kaum einer anderen Branche kann man mit einer Ausbildung so viel erreichen: Über 80 Prozent der Führungskräfte im Einzelhandel haben ihre Karriere mit einer Ausbildung begonnen.“

Aber auch für den Handel wird der Kampf um die jungen Talente aufgrund des demografischen Wandels und des anhaltenden Trends zur Akademisierung härter. Dabei mangelt es keineswegs am Angebot an Ausbildungsstellen: So verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit in ihrer aktuellen Ausbildungsmarktstatistik für Juli 2020 die zahlenmäßig meisten Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel sowie für Verkäuferinnen und Verkäufer, insgesamt sind das über elf Prozent aller angebotenen Stellen. Gleichzeitig meldet die Bundessagentur aber für die Kaufleute im Einzelhandel noch mehr als 16.000 sowie für die Verkäufer über 13.000 unbesetzte Stellen. „Bewerber haben aktuell noch sehr gute Chancen, einen Ausbildungsplatz im Einzelhandel zu bekommen“, so Genth. Coronabedingt kommt es in diesem Jahr zu einer Verschiebung der Einstellungsphase. Die Einstellungsgespräche werden in der Folge verstärkt im Sommer, aber auch noch im Herbst 2020 erfolgen. Um die Besetzung der Stellen auch in Zukunft zu sichern, fordert der HDE, die Karrieremöglichkeiten mit einer Ausbildung stärker zu kommunizieren: „In den Schulen und bei Berufsberatungen müssen die Karrierewege im Handel und das vielfältige Angebot noch deutlicher herausgestellt werden. Ausbildungsberufe müssen gesamtgesellschaftlich einen höheren Stellenwert bekommen“, so Genth weiter. Der Handel bietet insgesamt über 60 verschiedene zwei- und dreijährige Ausbildungsberufe sowie kombinierte Abiturientenprogramme und duale Studiengänge an.

 

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Katharina Weinert
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