EU-Aktionsplan Bio-Produktion vorgelegt

Der Aktionsplan sieht 23 Maßnahmen in drei Schwerpunktbereichen – Förderung des Verbrauchs, Ausbau der Produktion und weitere Stärkung der Nachhaltigkeit – vor, damit ein ausgewogenes Wachstum des Bio-Sektors sichergestellt ist.

Zur Förderung des Verbrauchs bzw. zur Ankurbelung der Nachfrage werden unter anderem folgende Maßnahmen vorgeschlagen: Information und Kommunikation über die ökologische/biologische Produktion, Förderung des Verbrauchs von Bio-Erzeugnissen, Förderung des Angebots von Bio-Erzeugnissen in öffentlichen Kantinen über das öffentliche Auftragswesen und Ausbau der Verteilung von Bio-Erzeugnissen im Rahmen des EU-Schulprogramms. Die Maßnahmen zielen außerdem darauf ab, Betrug vorzubeugen, das Verbrauchervertrauen zu stärken und die Rückverfolgbarkeit von Bio-Erzeugnissen zu verbessern.

Hinsichtlich des Ausbaus der Produktion wird die Gemeinsame Agrarpolitik als ein Schlüsselinstrument für die Förderung der Umstellung gesehen. Die künftige GAP wird Öko-Regelungen umfassen, die im Zeitraum 2023-2027 – je nach Ausgang der Verhandlungen – mit Mitteln in Höhe von 38 Mrd. EUR bis 58 Mrd. EUR unterstützt werden. Im Rahmen der Öko-Regelungen kann die Bio-Landwirtschaft gefördert werden. Jenseits der GAP umfassen die wichtigsten Instrumente die Zertifizierung von Erzeugervereinigungen (und weniger von Einzelpersonen), Forschung und Innovation, die Nutzung der Blockchain- und anderer Technologien zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit und zur Erhöhung der Markttransparenz, die Stärkung kleiner lokaler Verarbeitungsbetriebe, die Unterstützung für die Organisation der Lebensmittelkette und die Verbesserung der Tierernährung.

Schließlich soll der Aktionsplan auch die Leistungen der ökologischen/biologischen Landwirtschaft im Hinblick auf die Nachhaltigkeit verbessern. Hier soll insbesondere der Tierschutz gestärkt, die Verfügbarkeit ökologischen/biologischen Saatguts gewährleistet, der CO2-Fußabdruck des Sektors verkleinert und der Verbrauch von Kunststoff, Wasser und Energie möglichst weitgehend reduziert werden.

Der Aktionsplan ist hier abrufbar: https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/food-farming-fisheries/farming/documents/com2021_141_act_organic-action-plan_en.pdf

Weitere Informationen sind hier abrufbar: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_21_1277

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Ansprechpartnerin:

Miriam Schneider
Tel. +32 2 737 11 63
Fax. +32 2 230 84 97
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